Filtersand richtig wählen – Körnung, Befüllen, Rückspülen & Wechsel
Filtersand ist klassierter Quarzsand, der in Sandfilteranlagen als Filtermedium dient. Damit Ihr Pool- oder Teichwasser klar bleibt, kommt es vor allem auf die richtige Körnung, die korrekte Befüllung und regelmäßiges Rückspülen an. In diesem Ratgeber bekommen Sie eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung – plus typische Fehler, die viele vermeiden möchten.
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Filtersand im Shop (alle Körnungen) · 0,4–0,8 mm · 0,7–1,2 mm · 1,0–1,6 mm · Glasfiltersand
1) Filtersand-Körnung wählen: so treffen Sie die richtige Entscheidung
Die wichtigste Regel zuerst: Orientieren Sie sich an der Herstellerangabe Ihrer Sandfilteranlage (Anleitung/Typenschild). Denn die Körnung muss zum Filterkessel, zur Pumpe und zur Filtertechnik passen.
- Feiner Filtersand filtert tendenziell feinere Partikel, kann aber bei falscher Anlage den Durchfluss stärker bremsen.
- Mittlere Körnung ist häufig ein guter „Standard“, wenn der Hersteller genau diese Körnung empfiehlt.
- Grobere Körnung wird je nach Anlage genutzt (z. B. bei bestimmten Schichtungen oder höheren Durchflussanforderungen).
Mehrschicht-Befüllung? Manche Anlagen nutzen mehrere Körnungen (unten grober, oben feiner). Das ist nur sinnvoll, wenn Ihre Anlage dafür ausgelegt ist. Im Zweifel: ein Körnungsbereich nach Herstellerangabe.
2) Körnung-Übersicht: typische Anwendungen (ohne Herstellerangabe)
Wenn Sie die Herstellerangabe nicht mehr finden, hilft diese Orientierung – ersetzt aber nicht die Empfehlung Ihrer Anlage.
| Körnung | Kurzprofil | Typisch für | Zum Produkt |
|---|---|---|---|
| 0,4–0,8 mm | feine Filterstufe (klassiert) | Pool/Teich je nach Anlage, Badewasser-/Brauchwasser | AG30003 |
| 0,7–1,2 mm | häufige Standardkörnung | viele gängige Pool-Sandfilteranlagen | AG30004 |
| 1,0–1,6 mm | gröber, je nach Anlage/Schichtung | Pool/Teich je nach System, teils als obere Schicht | AG30005 |
| Glasfiltersand 0,4–1,6 mm | Alternative zu Quarz (Recyclingglas) | Pool/Teich je nach Anlage – moderne Option | AG30007 |
Tipp: Wenn die Tabelle mobil nicht komplett sichtbar ist, Smartphone quer halten oder seitlich scrollen.
3) Sandfilter befüllen: Schritt für Schritt (ohne Schäden an den Filterlateralen)
- Anlage stromlos machen und Druck ablassen (Ventilstellung beachten).
- Filterkopf/Mehrwegeventil öffnen (Herstelleranleitung beachten).
- Filterlateralen/Filterfinger prüfen (Risse/Brüche sind eine häufige Ursache für „Sand im Pool“).
- Filterkessel teilweise mit Wasser füllen: Das polstert beim Einfüllen und schützt die Lateralen.
- Filtersand langsam einfüllen (nicht „reinkippen“), damit nichts beschädigt wird.
- Füllmenge einhalten: Nicht überfüllen – die Angabe der Anlage ist maßgeblich.
- Nach dem Schließen: Erste Inbetriebnahme immer mit Rückspülen und anschließendem Nachspülen.
Wenn Sie keine Füllmengenangabe finden: Häufig ist sie auf dem Filterkessel/Typenschild oder in der Anleitung hinterlegt. Alternativ hilft oft auch die Modellbezeichnung der Anlage.
4) Rückspülen richtig: wann, wie lange, woran erkenne ich es?
- Wann? Wenn der Druck am Manometer deutlich steigt oder die Wasserqualität nachlässt (je nach Nutzung).
- Wie? Mehrwegeventil auf „Rückspülen“, bis das Sichtglas/Abwasser klarer wird (wenn vorhanden).
- Danach: Kurz „Nachspülen“ (Rinse), erst dann wieder auf „Filtern“.
Häufige Ursache für trübes Wasser: zu seltenes Rückspülen oder zu kurze Filterlaufzeit. Prüfen Sie zusätzlich Wasserwerte und die Leistung Ihrer Pumpe (Herstellerangaben).
5) Filtersand wechseln: typische Anzeichen & sinnvolle Intervalle
Viele Hersteller nennen als grobe Orientierung einen Austausch nach mehreren Saisons. Entscheidend sind aber die Symptome:
- Wasser bleibt trüb, obwohl Rückspülen und Chemie/Wasserwerte passen.
- Filterdruck steigt schnell oder bleibt dauerhaft ungewöhnlich hoch.
- Verklumpungen/Verkrustungen (z. B. durch Kalk, Fette, organische Ablagerungen) im Filterbett.
- Channeling (Kanäle im Filterbett): Wasser „sucht sich Wege“ – Filterleistung sinkt.
Wenn Sie neu befüllen: Passende Körnungen finden Sie gesammelt in der Kategorie Filtersand im Shop.
6) Häufige Probleme – schnelle Diagnose & Lösung
Problem: „Sand im Pool“
- Ursache: beschädigte Filterlateralen/Filterfinger oder falsche Ventilstellung.
- Lösung: Lateralen prüfen/ersetzen, nach Befüllung korrekt rück- und nachspülen.
Problem: „Wasser bleibt trüb“
- Ursache: zu kurze Filterlaufzeit, seltenes Rückspülen, falsche Körnung oder Wasserwerte.
- Lösung: Rückspülroutine verbessern, Herstellerkörnung prüfen, Wasserwerte stabilisieren.
Problem: „Filterdruck steigt sehr schnell“
- Ursache: Filterbett verschmutzt/verdichtet, Vorfilter/Skimmer verstopft, Verkalkung.
- Lösung: Rückspülen + Nachspülen, Vorfilter reinigen, bei Bedarf Filtermedium prüfen/wechseln.
FAQ: Filtersand – kurz beantwortet
Kann ich Spielsand oder normalen Sand als Filtersand nutzen?
Für Sandfilteranlagen sollten Sie klassierten Filtersand (oder Glasfiltersand) in der passenden Körnung verwenden. Spielsand ist für Spielbereiche ausgelegt und in der Regel nicht auf Filtertechnik abgestimmt.
Welche Körnung ist „die beste“?
Es gibt nicht die eine beste Körnung – die richtige ist die, die Ihre Anlage vorgibt. Wenn Sie Produkte vergleichen möchten: im Shop sehen Sie alle Varianten unter Filtersand.
Quarzsand oder Glasfiltersand – was soll ich nehmen?
Beide Varianten können gut funktionieren – entscheidend ist, was Ihre Anlage empfiehlt und wie Sie den Filter betreiben. Wenn Sie Glasfiltersand nutzen möchten, prüfen Sie Kompatibilität/Füllmenge in der Anleitung.
Weitere Ratgeber rund um Wasserpflege:
Pool & Wasseraufbereitung
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Quarzsand nach Einsatzbereich
Und passende Produkte finden Sie im Shop unter
Filtersand.