Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Fugensand richtig wählen – Einkehrsand für Pflasterfugen auf Terrasse, Wegen & Einfahrt

Fugensand (oft auch Einkehrsand genannt) sorgt dafür, dass Pflastersteine und Platten stabil liegen, die Fugen „arbeiten“ können und die Fläche gepflegt aussieht. Entscheidend sind vor allem Fugenbreite, Fugentiefe und die passende Körnung – und natürlich die richtige Verarbeitung. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Fugensand für Pflaster, Terrasse und Gartenwege auswählen, einkehren und langfristig pflegen.

Schnellnavigation: Körnung & Auswahl · Menge berechnen · Einkehr-Anleitung · Pflege & Nachsanden · Häufige Fehler · FAQ


1) Welcher Fugensand passt? Körnung, Farbe & Einsatzbereich

Fugensand muss zur Fuge passen: Er soll gut einschlämmen/einkehren, die Steine stabilisieren und sich bei Bedarf nachfüllen lassen. Die wichtigste Unterscheidung ist meist die Körnung (feiner für schmale Fugen, etwas gröber für breitere Fugen).

  • Schmale Fugen (z. B. bei vielen Pflastersystemen): eher feiner Fugensand, damit er gut in die Fuge rieselt.
  • Breitere Fugen: etwas gröber wählen, damit die Fuge stabil bleibt.
  • Farbe/Optik: naturfarbener Quarzsand wirkt hell, dunkler Fugensand (z. B. Basalt) verändert den Gesamteindruck der Fläche.
  • Verarbeitung: trockener Einkehrsand lässt sich gut verteilen; nach Regen/Feuchte kann das Einkehren deutlich schwerer werden.

Tipp: Prüfen Sie die Vorgaben des Stein-/Plattenherstellers, vor allem bei neuen Terrassen oder Premium-Pflaster. Manche Systeme empfehlen bestimmte Körnungen oder Fugmaterialien.


2) Wie viel Fugensand brauche ich? Menge grob planen

Die benötigte Menge hängt stark von Fugenbreite, Fugentiefe und der Art der Steine/Platten ab. Als grobe Orientierung gilt: Je kleinteiliger das Pflaster (mehr Fugenmeter pro m²), desto mehr Fugensand wird benötigt.

  • Terrasse/Platten (große Formate): meist weniger Fugenmeter → geringerer Verbrauch.
  • Pflastersteine (kleine Formate): viele Fugenmeter → höherer Verbrauch.
  • Neu verlegt: Fugen „setzen“ sich nach den ersten Regenfällen oft noch etwas → Nachsanden einplanen.

Praxis-Tipp: Planen Sie bei neuen Flächen zusätzlich 1–2 Säcke für das Nachsanden nach den ersten Wochen ein. So bleibt die Fuge dauerhaft stabil und optisch sauber.


3) Fugensand einkehren: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Fläche reinigen: Groben Schmutz entfernen, Fugen frei machen (Laub, Erde, alte Reste).
  2. Untergrund trocken: Idealerweise an einem trockenen Tag arbeiten – trockener Sand lässt sich besser einkehren.
  3. Fugensand aufstreuen: Gleichmäßig verteilen (nicht nur punktuell).
  4. Diagonal einkehren: Mit Besen/Kehrschieber diagonal zu den Fugen arbeiten – so füllen sich die Fugen besser.
  5. Verdichten/Setzen: Je nach Fläche und Aufbau kann vorsichtiges Abrütteln (Rüttelplatte) nötig sein – nur wenn der Aufbau dafür geeignet ist.
  6. Nochmal nachkehren: Nach dem Setzen erneut Fugensand nachkehren, bis die Fugen stabil gefüllt sind.
  7. Überschuss entfernen: Restlichen Sand von der Oberfläche kehren, damit keine Schlieren bleiben.

Tipp: Bei frisch verlegten Flächen setzt sich der Fugensand oft nach den ersten Regenfällen. Nachsanden gehört deshalb bei vielen Projekten ganz normal dazu.


4) Pflege: Nachsanden, Reinigung & Unkraut in Fugen

Auch die beste Fuge bleibt nicht „für immer“ unverändert: Durch Wetter, Begehen, Abkehren und Starkregen können sich Fugen entleeren. Regelmäßiges Nachkehren sorgt dafür, dass die Fläche stabil bleibt und optisch gepflegt wirkt.

  • Nachsanden: Nach dem Winter oder nach Starkregen prüfen und bei Bedarf ergänzen.
  • Reinigung: Vorsicht mit sehr hohem Wasserdruck – er kann Fugenmaterial ausspülen.
  • Unkraut: Fugensand reduziert Unkraut nicht „magisch“ – aber gut gefüllte Fugen erschweren das Anwachsen. Mechanische Pflege bleibt wichtig.

Wenn Sie regelmäßig nachsanden: In der Kategorie Fugensand finden Sie passende Varianten für Terrasse, Wege & Einfahrten.


5) Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden

Fehler 1: Sand zu grob oder zu fein gewählt

Ist der Sand zu grob, rieselt er nicht sauber in schmale Fugen. Ist er zu fein, kann er bei starkem Regen oder Reinigung leichter ausgespült werden. Lösung: Körnung nach Fugenbreite und Herstellerempfehlung auswählen.

Fehler 2: Bei nasser Fläche einkehren

Feuchtigkeit bremst das Einsickern in die Fuge – der Sand „klebt“ und verteilt sich schlechter. Lösung: Wenn möglich trocken arbeiten oder zumindest abtrocknen lassen.

Fehler 3: Zu wenig nachgesandet

Neue Flächen setzen sich fast immer – ohne Nachsanden werden Fugen schnell zu flach. Lösung: Nach 1–2 Wochen (und nach den ersten Regenfällen) prüfen und nachkehren.


FAQ: Häufige Fragen zu Fugensand

Ist Fugensand das gleiche wie Spielsand?

Nein. Spielsand ist für Kinderspielbereiche optimiert (Haptik/Formbarkeit), Fugensand ist für Pflasterfugen gedacht (Rieselfähigkeit/Stabilität). Für den jeweiligen Zweck sollte das passende Material verwendet werden.

Kann ich Fugensand nach dem Winter einfach nachfüllen?

Ja – das ist sogar üblich. Prüfen Sie nach Frost, Starkregen oder Reinigung die Fugenhöhe und kehren Sie bei Bedarf nach, bis die Fugen wieder stabil gefüllt sind.

Wie verhindere ich Unkraut in den Fugen?

Vollständig verhindern lässt es sich selten. Gut gefüllte Fugen, regelmäßiges Nachkehren und mechanische Pflege (z. B. Fugenbürste) reduzieren jedoch das Wachstum und halten die Fläche gepflegt.


Weitere Quarzsand-Ratgeber: Spielsand  ·  Filtersand
Passende Produkte finden Sie im Shop unter Fugensand und in der Übersicht Sand aus Quarzsand.